Schlüsselblume (Primula Veris)

Schlüsselblume

Blütezeit: April bis Mai

Sammelhinweis: die Schlüsselblume steht unter Naturschutz und darf nur aus eigenem Anbau gesammelt werden!

  • Als saponinhaltige Pflanze kann sie festsitzenden Husten bei akuter oder chronischer Bronchitis lösen und Schleim verflüssigen (ohne einen Brechreiz beim abhusten zu erzeugen).
  • wirkt harntreibend, entwässernd dadurch mild und entlastet so den Kreislauf
  • in der Volksheilkunde wird sie auch gegen Nervosität und Neuralgien eingesetzt
  • soll auch Migräne lindern und kann bei Spannungskopfschmerzen angewandt werden
  • Bei innerlicher Anwendung von Schlüsselblumenwurzelextrakten (nicht von den Blüten) kann es bei empfindlichen Menschen zu Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall kommen.
  • Die Schlüsselblume ist eine Einschleuserpflanze und eine Magnesiumpflanze. Bei Magnesiummangel oder Störung der Aufnahme von Magnesium kann mit der Schlüsselblume den Organismus bei der Aufnahme unterstützen.

Rezept für einen Frühlingstee zum Entschlacken und Entgiften:

Brennesselblätter, Löwenzahnblätter und -wurzeln, Birkenblätter, Veilchenblüten, Schlüsselblumenblüten zu gleichen Teilen mischen, daraus einen Tee trinken

Schlüsselblumen einfach:

500g frische Schlüsselblumenblüten mit einem Liter kochendem Wasser übergießen, 200g Honig hinzufügen und so lange köcheln, bis ein gelblicher Sirup entsteht

Schlüsselblumensirup:

2 Hände Schlüsselblumenblüten, 1 Kilo brauner Zucker, 1 Liter Wasser, 2 Bio-Zitronen

Blüten werden mitsamt dem Blütenkelch (ohne Stiele, sonst wird der Sirup bitter) verwendet. Wasser mit dem Zucker aufkochen und köcheln lassen, bis es sirupartig eingeköchelt ist. Dann vom Herd nehmen und die Schlüsselblumenblüten und die in Scheiben geschnittenen Zitronen dazugeben (nicht mehr kochen). 3-4 Tage an einem dunklen Ort zugedeckt ziehen lassen. Abfiltern und den Sirup in dunkle Flaschen abfüllen. Im Kühlschrank aufbewahren. Passt gut in Sprudel, aber auch Sekt.

Schlüsselblumentinktur:

20g Wurzel werden mit 100 ml hochprozentigem Alkohol (Wodka/ Korn) übergießen und 10 Tage stehen lassen, abfiltern. Die Tinktur wird tropfenweise auf Zucker eingenommen.

Konservieren/ aufbewahren:

Wurzeln und Blüten (mitsamt den Kelchen) getrennt an einem warmen und geschützten Platz trocknen lassen, häufig wenden. Besonders bei den Blüten ist auf die schonende Trocknung zu achten. Lagern in Stoff- oder Papiersäckchen.